Für Kinder Geld anlegen

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So investierst du Geld für Kinder

Das gesparte Geld der Kinder an der Börse anlegen? Macht das Sinn? Und lohnt es sich, das Geld der Kinder zu investieren? Antworten zur grossen Frage, wie du am besten für Kinder Geld sparst, findest du in diesem Blogpost.

Lohnt sich Investieren für Kinder?

Bei Kindern kann es sich besonders lohnen, Geld an der Börse zu investieren. Aufgrund des langen Anlagehorizonts profitieren Kinder nämlich langfristig vom Zinseszinseffekt und dem Wachstum der Börse. Rückblickend gesehen ist die Börse nämlich, trotz starken Schwankungen und Krisen, stetig gewachsen.

Weil man auf Schweizer Konten keine Zinsen mehr erhält, ist das Investieren für Kinder in den letzten Jahre immer beliebter geworden.

Sparkonto oder Investieren für Kinder

Kinder erhalten bei gewissen Schweizer Banken noch etwas mehr Zinsen auf dem Sparkonto aber auch diese sind niedrig. Zusammen mit der, auch in der Schweiz vorhandenen, Inflation verliert das Kind langfristig Geld.

Das wären für mich persönlich Gründe, weshalb ich für mein Kind, Göttikind oder Enkel das Geld an der Börse anlegen würde. Investieren für Kinder hat einige Vorteile:

Vorteile Investieren für Kinder

Wie bereits erwähnt ist das Vermögen des Kindes an der Börse den üblichen Schwankungen ausgesetzt. Mit dem Investieren für Kinder nimmst du ein gewisses Risiko in Kauf. Auf dem Sparkonto bleibt der Betrag immer der gleiche. Das Risiko ist überschaubar aber die Kaufkraft des Geldes nimmt über die Jahre kontinuierlich ab.

Geldanlage für Kinder: Auf wen läuft das Konto?

Viele Schweizer Banken bieten die Möglichkeit, ein Anlagedepot im Namen des Kindes zu eröffnen. Oftmals profitiert das Kind dabei von Vorteilskonditionen. Leider ist aber die Produktauswahl teilweise eingeschränkt. Ein Konto oder Depot geht bei Volljährigkeit automatisch auf das Kind über. Du kannst gemäss Schweizer Recht nicht selbst bestimmen, ob du das investierte Geld schon übergeben möchtest.

Alternativ kannst du ein Depot oder Konto auf deinen Namen eröffnen. Du bist dann weiterhin Inhaber:in des Kontos und musst das Vermögen auch versteuern, jedoch kannst du bestimmen, zu welchem Zeitpunkt das Vermögen auf das Kind übertragen wird.

Anbieter fürs Investieren für Kinder

Wenn das Depot auf den Namen des Kindes laufen soll, dann kannst du dich bei den Grossbanken, den meisten Kantonalbanken oder bei der Avadis informieren. Da diese Option für mich nicht in Frage kommt, habe ich keinen dieser Anbieter getestet.

Wenn du dich entscheidest, dass Geld des Kindes in deinem Namen anzulegen, stehen dir alle Schweizer Banken zur Auswahl. Du kannst auch ein günstiges Konto bei einem Online Broker (z.B. Swissquote) eröffnen und die Anlagen selbst verwalten. Online Broker sind Finanzdienstleister, bei denen du mit Wertschriften handelst und die keine stationären Filialen haben.

Investieren für Kinder

Eine elegante Möglichkeit, kostengünstig und mit wenig Aufwand das Geld zu verwalten sind Robo-Advisor. Der Schweizer Markt bietet immer mehr Möglichkeiten digital und anhand von Algorithmen Geld anzulegen. Innovative Unternehmen wie Selma Finance, Inyova – die übrigens auch spezielle Kontos für Kinder anbieten –, Findependent und True Wealth sind nur einige davon. Bei einem Robo-Advisor hast du ein digitales Depot. Die Investitionen werden am Anfang anhand von einigen Fragen für dich zusammengestellt.

Danach kannst du mit einer Einmaleinlage oder mit kostenlosen Sparplänen auf das Depot einzahlen, je nachdem ob Sie frisch mit dem Sparen fürs Kind anfängst oder ob du ein bereits bestehendes Konto an die Börse bringst. Käufe und Verkäufe übernimmt der Robo-Advisor automatisch für dich. Nachhaltige Anlagen nach ESG und/oder SRI bieten alle diese Anbieter an.

Sparpläne für Kinder

Ich habe das Wort Sparplan schon erwähnt. Frage beim Anbieter deiner Wahl nach, ob ein kostenloser Sparplan möglich ist. Ist es möglich, kannst du einfach einen Dauerauftrag einrichten. So kannst du regelmässig auch mit kleinen Beträgen auf das Depot einzahlen. Diese automatisierte Form des Sparens lässt sich nämlich gut ins Familienbudget integrieren. Zudem profitiert man langfristig vom Durchschnittskosteneffekt, der besagt, dass sowohl bei hohen Börsenpreisen, wie auch bei tiefen, regelmässig eingekauft wird und sich dadurch ein Durchschnittspreis ergibt.

Welche Investitionen eignen sich für Kinder?

Ein ETF oder passiver Indexfonds wäre eine kostengünstige und einfache Möglichkeit für ein Kind zu investieren. Mit einem Produkt streust du die Anlage breit und reduzierst so das Risiko. Beispielsweise auf den Schweizer Markt mit dem Swiss Performance Index (SPI) oder auf die ganze Welt mit dem MSCI All World. Beide gibt es auch in einer nachhaltigen Version.

Aktien von ausgewählten Unternehmen sind ebenfalls eine Option aber deutlich zeitintensiver in der Auswahl. Die oben erwähnten Robo-Advisor stellen für dich ein Portfolio zusammen. Meistens besteht der Inhalt mehrheitlich aus verschiedenen ETFs.

Nachhaltige Geldanlage für Kinder

Bei der Auswahl des Anlageproduktes für ein Kind entscheidest du zu Beginn, ob die Anlage nachhaltig sein soll. Es gibt die ESG-Kriterien, bei denen Unternehmen Standards in den Bereichen:

  • Umwelt (Environment)
  • Soziales (Social) und
  • Unternehmensführung (Governance)

erfüllen müssen. Investierst du in ein Anlageprodukt, dass nur Unternehmen aufnimmt, die diese Kriterien erfüllen, bist du relativ unkompliziert nachhaltig investiert. Dem Titel von Fonds und ETFs kannst du oft bereits entnehmen, ob dieser die ESG-Kriterien anwendet. Diese Kriterien sind allerdings nicht unumstritten, da sie vielen Anlegerinnen und Anlegern nicht weit genug gehen.

Nachhaltige Geldanlage für Kinder

Wenn du Ausschau nach nachhaltigen Anlagen hältst, stolperst du wahrscheinlich auch über den Begriff SRI. Dieser steht für Social Responsible Investing und bedeutet, dass eine Anlage bestimmte Kriterien anwendet, um nachhaltige Unternehmen herauszufiltern.
Nachhaltigkeit ist auch in der Finanzbranche im Trend. Leider sind die Begrifflichkeiten schwammig definiert. Die unterschiedlichen Auffassungen und Prioritäten im Bereich Nachhaltigkeit erschweren es Anleger:innen zusätzlich, herauszufinden, welche Produkte auch tatsächlich nachhaltig sind. Ich empfehle immer, einen Blick auf die im Fonds oder ETF enthaltenen Unternehmen zu werfen. Entsprechen diese meiner persönlichen Definition von Nachhaltigkeit?

Fazit: Investieren für Kinder ist eine spannende Option

Egal für welche Variante der Geldanlage für Kinder du dich entschliesst, lege eine Strategie fest und halte dich daran. Turbulenzen sind an der Börse normal und ein langer Atem hat in den letzten Jahrzehnten zu einer schönen Rendite geführt. Davon können auch Kinder mit ihren Investitionen profitieren – wenn vorausschauend für sie gehandelt wird.

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