Das neue Jahr ohne finanzielle Sorgen starten

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  • Beitrag zuletzt geändert am:Januar 8, 2024
Ins neuen Jahr ohne finanzielle Sorgen starten

Januar – noch so viel Jahr, aber so wenig Geld. Für manche bedeutet der Jahresanfang erst einmal ein finanzieller Engpass. Mit einem Schlag gibt es mehrere grosse Rechnungen, da die Jahresbeiträge fällig sind und aus dem Dezember gibt es vielleicht noch die ein oder andere offene Rechnung für ein Weihnachtsgeschenk. Dabei gibt es Wege dieses Januarloch zu vermeiden. Anbei einige Tipps, damit dir nicht vor dem (finanziellen) Jahresbeginn graut.

Tipps, um deinen Geldbeutel im Januar zu entlasten

Finanzielle Engpässe können passieren, jedoch hilft dir eine gute Planung, unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Diese beginnt aber weit vor dem Januar. Damit du etwas in der Hand hast, um diesen Januar zu überstehen, habe ich zwei kurzfristige Tipps:

Das Januarloch überstehen

Wenn du es nicht schaffst: Nachfragen

Solltest du Rechnungen erhalten, die du definitiv nicht stemmen kannst, nimm frühzeitig Kontakt mit dem Rechnungssteller auf. Die meisten Unternehmen sind kulant und sind zu Vereinbarungen bereit. Es kann durchaus sein, dass du die Rechnung später oder in Raten bezahlen darfst. Hier musst du aber unbedingt proaktiv sein, damit du deine Glaubwürdigkeit nicht verlierst.

Sparen!

Sparen klingt immer langweilig und unangenehm, jedoch kannst du damit deine Situation sofort beeinflussen. Verschiebe Anschaffungen auf einen späteren Zeitpunkt, vermeide Spontankäufe, nimm dir Essen und Getränke von Zuhause mit und vergleiche deine Anbieter, um möglicherweise bestehende Verträge optimieren zu können.

Damit du im nächsten Januar auf die höheren Ausgaben vorbereitet bist, gilt es, dein gesamtes Jahr richtig zu planen. Hierzu kannst du die nächsten Schritte durchlaufen.

Das Finanzjahr richtig planen, damit du kein Januarloch hast

1. Ausgaben verfolgen

Nicht jede Person hat im Januar die meisten Ausgaben. Wann für dich Hochsaison ist, hängt oftmals davon ab, wann du Dinge gekauft oder versichert hast. Finde heraus, welcher Monat für dich die meisten Ausgaben bringt, indem du deine Ausgaben trackst. Am besten machst du dies gleich für alle deine Ausgaben, egal, ob gross oder klein. So identifizierst du nämlich Kostenfresser, die dir gar nicht bewusst waren und gleichzeitig sammelst du wertvolle Informationen für dein Budget.

2. Budget erstellen

Ein Budget ist die Grundlage dafür, dass du weisst, wofür du dein Geld ausgibst. Ein Budget hilft dabei, die Beträge in die einzelnen Kategorien einzuteilen und vorauszuplanen, welche Kosten fällig werden. Meistens erstellst du dein Budget monatlich, obwohl es Ausgaben enthält, die nur jährlich anteilsmässig anfallen. So kannst du etwa die Beträge für die Rechnungen, die im Januar fällig sind, über das Jahr laufend zur Seite legen. 

Dieses Geld parkierst du gleich auf einem separaten Konto, damit es nicht versehentlich für etwas anderes ausgegeben wird oder du in Versuchung kommst, dir damit doch einen grösseren Wunsch zu erfüllen (dafür gibt es wieder andere Konten). Wenn im Januar dann die grösseren Rechnungen eintreffen, kannst du dich ohne schlechtes Gewissen von diesem Konto bedienen.

 

Budgetvorlagen für verschiedene Situationen oder Unterstützung durch Fachpersonen gibt es beispielsweise bei der unabhängigen Schweizer Budgetberatung.

3. Ausgaben kontrollieren

Vergleiche regelmässig die Realität mit deinem Budget. Nur weil etwas im Budget eingetragen ist, heisst das noch nicht, dass du dein Geld tatsächlich so ausgegeben hast. Es kann sein, dass dein Budget fehlerhaft war (vielleicht hast du Ausgaben über- oder unterschätzt) oder dass du doch mehr Geld für ungeplanten Konsum ausgegeben hast. Sei hier ehrlich mit dir selbst und passe dein Budget, wenn nötig, an.

4. Notgroschen ansparen

Spare dir einen Notgroschen an, der dir bei ungeplanten Ausgaben helfen kann. Eigentlich gilt der Notgroschen nur für Notfälle wie Autoreparaturen, eine defekte Waschmaschine oder ähnliches. Jedoch kann dir der Notgroschen auch helfen, falls eine Rechnung eintrifft, mit der du nicht gerechnet hattest. Mit einem Notgroschen kannst du unerwartete Ausgaben begleichen und kommst nicht in eine finanzielle Notsituation. Natürlich musst du die entnommene Summe anschliessend wieder ausgleichen. Das Ansparen des Notgroschens gehört mit einem fixen monatlichen Betrag ins Budget.

Damit der Notgroschen sich nicht mit den monatlichen Sparbeträgen mischt, bietet sich ein weiteres separates Konto an. Gerne sogar bei einer anderen Bank. So ist der Notgroschen nämlich weniger präsent und es gilt das Prinzip «aus den Augen aus dem Sinn». Achte darauf, dass du für dein Kontenmodell Banken wählst, die keine oder sehr tiefe Gebühren für die Kontoführung verlangen.

5. Schulden begleichen

Falls du nicht ohne Schulden durch den Januar kommst, gilt es, diese so bald wie möglich abzubauen. Diese Altlasten kosten dich viel Geld und belasten dein Budget. Die Schulden abzubauen hat höchste Priorität. Auch wenn die Werbung uns etwas anderes erzählt, es lohnt sich selten, Kredite für Konsum auszunehmen.

Tipp Keine Geschenke per Kreditkarte kaufen

Keine Geschenke per Kreditkarte

Ein abschliessender Tipp, damit du nächsten Dezember nicht doch wieder in die Falle trittst und im Januar die Konsequenzen tragen musst: Kaufe im Dezember die Weihnachtsgeschenke nicht auf Kreditkarte. Wenn du dies tust, hast du im Januar eine grosse Rechnung für Dinge, die du bereits verschenkt hast und (gefühlt) weit in der Vergangenheit liegen. Zudem macht uns die Kreditkarte hemmungsloser im Umgang mit Geld, da fast unlimitiert Geld zur Verfügung steht. 

Lege lieber einen genauen Betrag fest, der dir für Geschenke zur Verfügung steht. Im Idealfall hebst du diesen Betrag in Bargeld ab, denn so bekommst du ein besseres Gefühl dafür, wie viel Geld du bereits ausgegeben hast.

 

Da die meisten von uns, heute ihre Weihnachtseinkäufe grösstenteils auch Online tätigen, versuche eine einfache Übersicht auf etwa deinem Handy zu führen, wie viel du von deinem Geschenkebudget bereits ausgegeben hast. Oder du nutzt eine App wie die The Christmas Gift List.

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