Alter und Fondgrösse eines ETFs

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Kriterien zur Wahl deines ETFs: Alter und Fondsgrösse

Die ETF-Reihe geht weiter! Die nächsten Kriterien sind Fondsgrösse und Alter.

Wenn du auf der Suche nach deinem ersten ETF bist, sind die Fondsgrösse und das Alter zwei gute Kriterien, um ETFs zu unterscheiden. Hier gilt, ganz ganz ganz einfach gesagt, je älter und grösser, desto besser. Ich suche meine ETFs immer auf justetf.com/ch. Dort kannst du mit verschiedenen Filtern arbeiten und passende ETFs finden. Alter und Grösse des ETFs siehst du auf den ersten Blick. Für mehr Informationen kann man das Factsheet herunterladen.

Alter eines ETFs

Hier geht es nicht um dein Alter, sondern um das des ETF! Dies ist nämlich ein Kriterium, dass du bei der Wahl eines ETFs berücksichtigen solltest. Je älter ein ETF ist, desto besser ist das Produkt auf dem Markt eingeführt. Dies führt zu einer höheren Fondsgrösse und Liquidität sowie zu geringeren Spreads. Zudem hast du mehr Daten zur Verfügung, um den ETF zu vergleichen. Als Richtwert gilt mind. 1 Jahr, besser > 4 Jahre. Ein Jahr bezieht sich auf ETFs, die Sektoren oder andere Spezialbereiche abdecken. Da gibt es oft keine älteren Produkte. Ein MSCI World oder Emerging Markets sollte deutlich älter sein!

Ein neuer ETF hat meistens ein Jahr Probezeit vom Anbieter. Liefert er in dieser Zeit nicht, was erwartet wird, nämlich viel Geld einzubringen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er wieder geschlossen wird.

Degiro

Fondsvolumen des ETFs

Hier gilt: Big is beautiful! Grosse ETFs haben mehr Spielraum für Kostensenkungen (tiefere TER). Dies weil der Aufwand fast derselbe ist, egal wie viel Kundengeld verwaltet wird. Grosse ETFs lohnen sich für ETF-Anbieter also mehr, als kleine. Um einen ETF wirtschaftlich zu betreiben, braucht es mindestens 50 Mio. Euro! Das ist also ein guter Richtwert für die Minimalgrösse. Besser ist, wenn der ETF grösser als 100 Mio. Euro ist. Grosse ETFs haben zudem mehr Liquidität.

Gerade in den letzten Jahren konnten viele ETF-Anbieter aufgrund des Booms in ETF-Investments und auch wegen des hohen Wettbewerbs Kosten senken. Davon profitierst du als Investorin in diesen ETF direkt.

Auch ETFs mit einem kleinen Fondsvolumen können interessant sein und langfristig am Markt existieren. Auch hier gilt wieder, dass Branchen- und Sektoren ETFs deutlich kleiner sind als ETFs, die einen grossen Index abbilden.

Wo handle ich meine ETFs?

Es gibt verschiedene Optionen, bei denen es gilt, die für dich passende zu finden. Wenn du planst, grössere Beträge (CHF 10’000 aufwärts) zu investieren, lohnt es sich, dein Geld in der Schweiz zu parkieren. Einfach weil es dann unter Schweizer Recht abgesichert ist. Dies hat allerdings seinen Preis und du bezahlst deutlich höhere Gebühren als bei ausländischen Anbietern. Ich empfehle Swissquote*. Der Handel mit den gängigen ETF-Anbietern kostet nur CHF 9.- pro Trade. Dazu kommen die quartalsweise die Depotgebühren. Wenn du meinen Freundschaftscode „6stz64“ bei der Eröffnung des Depots benützt, erhältst du CHF 100.- in Trading Credits geschenkt.

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Wenn du aber mit kleinen Beträgen anfangen möchtest und vielleicht auch monatlich mehr investieren möchtest, dann empfehle ich dir DEGIRO*. DEGIRO ist eine deutsch-holländische Investmentfirma, die sehr tiefe Gebühren beim Investieren anbietet. Im Falle von ETFs können sehr viele sogar kostenlos gekauft und verkauft werden! Depotgebühren gibt es keine. Deshalb lohnt es sich, auch mit kleinen Beträgen, mit dem Investieren anzufangen. Ich kann DEGIRO allen Anfängerinnen empfehlen!

Hast du einen Lieblings-ETF? Oder einen, bei dem du besonders viel Potential siehst? Ich mag den ETF in die Schwellenländer (Emerging Markets) sehr gerne. Ich kenne mich mit den Kulturen und der Politik in vielen dieser Länder zu wenig aus, um in Einzeltitel zu investieren. Trotzdem glaube ich, dass wir in Zukunft nicht an (unter anderem) China vorbeikommen. Deshalb decke ich dieses Land mit einem ETF ab.

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