Was ist fuck you money?

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Fuck you Money! Geld gibt dir Freiheit!

Letzte Woche habe ich bei einem Treffen mit einer Freundin über Fuck you Money gesprochen. Wir waren beide überzeugt, dass das eine super Sache ist. Deshalb möchte ich hier Ausschnitte aus der Diskussion mit dir teilen.

Was ist Fuck you Money überhaupt?

Als Fuck you Money wird das Geld bezeichnet, dass dir ermöglicht, alles hinzuschmeissen und einer Situation, einem Ort oder einem Umstand zu entfliehen. Das kann beispielsweise ein schlechter Job, eine unangenehme Situation oder ein schlechter Vertrag sein. Du schluckst die Kröte, bezahlst mit dem bereits angesparten Fuck you Money und bist die Sorgen los! Wer von uns wollte nicht schon einen mühsamen Job hinschmeissen? Mit Fuck you Money bist du finanziell so frei, dass du diese Möglichkeit hast.

Fuck you Money kommt bei Finanzgurus oft vor und wird in verschiedenen Büchern zitiert. Der Schweizer Autor und Kolumnist Rolf Dobelli ist auch ein grosser Befürworter. Scheinbar hat Humphrey Bogart den Begriff 1920 schon benutzt. Er trug immer einen 100$-Schein mit sich herum und nannte ihn Fuck you Money, weil er ihn daran erinnerte, dass er keine dummen Rollen annehmen muss. 100$ waren zu dieser Zeit eine Menge Geld! Im Film “Heat” aus dem Jahre 1986 mit Burt Reynolds wird der Begriff verwendet und auch im Film “a good year” mit Russel Crow aus 2006 kommt der Begriff vor.

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Wann du Fuck you Money brauchst

Tatsächlich habe ich selber schon mehrmals mein Fuck you Money gebraucht. Ich habe bei der Verwendung den Begriff zwar noch nicht gekannt, aber ich habe Geld dafür bezahlt, dass ich eine Situation verlassen konnte. Natürlich war auch der Klassiker dabei: Der Job! Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht aber bin zum Entschluss gekommen, dass meine Lebenszeit und Lebensfreude wichtiger sind, als der hohe Kontostand und habe ins Ungewisse gekündigt. In der Schweiz findet man ja meist rasch wieder einen Job, deshalb ist das Risiko abschätzbar.

Beim zweiten Mal habe ich einen fünfstelligen Betrag für eine Weiterbildung zurückbezahlt, um ein Unternehmen verlassen zu können. Hier war es nicht nur Fuck you Money sondern Geld, dass ich bewusst monatlich gespart habe, um nicht in eine Abhängigkeit von dem Unternehmen zu kommen, nur weil ich die Weiterbildung nicht selber bezahlen könnte. Zum Zeitpunkt wo ich dann tatsächlich weg wollte, hatte ich fast den ganzen Betrag auf dem Sparkonto bereit und konnte so meine Freiheit bezahlen.

Und genau genommen gibt es sogar ein drittes Mal. Ich habe mich nämlich aus einem Vertrag bei einer Versicherung freigekauft und dabei viel Geld verloren. Langfristig war das aber die beste Entscheidung, da das freigewordene Kapital den Verlust bereits wieder aufgeholt hat. Dies konnte ich aber nur, weil ich im ersten Moment CHF 6000.- abgeschrieben habe, um aus dem Vertrag auszusteigen.

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Ist Fuck you Money dein Notgroschen?

Du kannst entweder einen separaten Topf für Fuck you Money erstellen und dort separat sparen. Wenn dir das zu umständlich ist, kannst du auch einen Teil deines Notgroschens als Fuck you Money ansehen. Hier ist es aber wichtig, dass niemals der komplette Notgroschen dafür verwendet werden sollte. Dein Notgroschen sollte bei dieser Variante etwas höher sein, so dass du Geld entnehmen kannst aber trotzdem noch für Notfälle gerüstet bist. Die Faustregel besagt, dass der Notgroschen 3-6 Monatsgehälter umfassen sollte. Hier solltest du dir dann überlegen, wie lange du deinen Lebensstandard noch halten könntest, wenn du Geld aus dem Notgroschen entnimmst.

Geld als Mittel zur Freiheit

Du siehst, für mich persönlich geht es bei Fuck you Money sehr stark um Freiheit. Das Wissen, dass ich genügend Geld auf der Seite habe, damit ich mich nicht verbiegen und nichts tun muss, hinter dem ich nicht stehen kann, gibt mir Ruhe und Sicherheit. Die Freiheit, einfach mal “nein” zu sagen, ist eigentlich unbezahlbar aber wenn du Geld auf der Seite hast, kann das “nein” tatsächlich auch mal ein Preisschild haben und du kannst entscheiden, ob es den Betrag Wert ist. Wie du diesen Topf, das Sparkonto oder wo auch immer du das Geld parkiert hast, dann schlussendlich nennst, ist eigentlich egal. Hauptsache, du fühlst dich frei und hast die Möglichkeit, dein Leben zu leben, wie du es möchtest!

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