7 Fehler mit Finanzen

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  • Beitrag zuletzt geändert am:Mai 10, 2022

Die grössten Fehler im Umgang mit deinen Finanzen und wie du diese vermeidest

Ein guter Umgang mit Geld hat man meist nicht einfach so. Geld braucht Übung! 💪 Wir trainieren unsere Gedanken, unsere Einstellung und wie wir Geld ausgeben. Das fällt uns nicht immer leicht. Es lauern Fallen, Menschen, die nicht immer das Beste für uns wollen und die grosse Gefahr, dass wir einfach nichts tun. Auf dem Weg zur finanziellen Unabhängigkeit können viele Fehler passieren. Ich habe 7 Fehler mit Finanzen aufgelistet, die leicht passieren können.

1. Nichts tun

Nichts tun ist der allergrösste Fehler im Umgang mit deinem Geld, den du machen kannst. Inaktivität und das Ignorieren des Themas führt nicht dazu, dass sich dein Geld vermehrt. Eher im Gegenteil! Du bestimmst jetzt mit deinem Handeln wie du lebst aber auch, wie dein Leben in Zukunft aussieht. Du legst den Grundstein dafür jetzt.

Das fiese bei Finanzen ist, dass es vielleicht zu spät ist noch viel zu ändern, wenn du merkst, dass das Geld nicht reicht. Für deine Altersvorsorge legst du in jungen Jahren den Grundstein. Du kannst zwar einige Jahre vor der Rente noch etwas bewegen, Jahrzehnte helfen hier aber deutlich mehr als Jahre.

2. Konsumschulden machen

Schulden sind eine Abwärtsspirale und nur in wenigen Fällen gerechtfertigt. Es gibt sogenannte “gute Schulde”, wie eine Hypothek oder Geld, dass du dir für eine Weiterbildung leihst. Die meisten Schulden, die im Alltag entstehen sind aber definitiv negative Schulden. Konsumschulden, also Schulden für Dinge, die wir uns kaufen, gehören in diese Kategorie. Das Sofa auf Pump kaufen, einen neuen Fernseher in Raten bezahlen und das schlimmste, die Kreditkarte überziehen. Überall werden Zinsen berechnet und deine ausstehenden Beträge werden immer mehr. Die Kreditkartenschulden haben meist die höchsten Zinsen und sind deshalb das grösste Übel.

Schlafe immer eine Nacht bevor du dir etwas kaufst und hinterfrage deinen Konsum. Halte dich auch so weit wie möglich von Versuchungen fern. Wir werden laufend dazu animiert, zu konsumieren. Niemand möchte, dass du sparst. Die Wirtschaft will, dass du Geld ausgibst. Deshalb ist eine Runde im Einkaufszentrum eine Tortur, denn die Chance, dass du so vielen Versuchungen widerstehen kannst, ist klein. Selbst falls du es kannst, ist es sehr anstrengend. Deshalb gehört so eine kleine Shoppingtour zum nur mal schauen zu den grössten Fehlern mit Finanzen.

Ein weiterer Tipp: Melde dich von allen Newslettern von Onlineshops ab. Auch dort ist ja das Ziel, dass du Geld ausgibst. Deshalb ist das eine Verführung, die du mit einem Klick abstellen kannst.

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3. Die Verantwortung nicht übernehmen

Frauen und Geld – ein schwieriges Thema. Die Verantwortung für die eigenen Finanzen können nicht an jemand anderen übertragen werden. Frauen machen diesen Fehler mit Finanzen leider häufiger als Männer. Dabei gilt auch hier, dass niemand mit den Konsequenzen leben muss, ausser du! Deshalb solltest du diese Verantwortung übernehmen und die Kontrolle über deine Finanzen selbst haben.

Hinterfrage also, was andere mit ihrem Geld machen. Dies muss nicht zwingend auch zu dir passen. Getraue dich auch, Experten und Ratschläge zu hinterfragen. Eigne dir Finanzwissen an, damit du deine Entscheidungen selbst treffen kannst.

4. Den Überblick verlieren

Dinge ausprobieren gehört dazu aber verliere nie den Überblick über deine Finanzprodukte und über deine Ausgaben schon gar nicht! Für letzteres ist es hilfreich, für eine Weile die Kosten zu tracken (geht heute auch per App) oder führe ein Milchbüechli. Du kannst entweder alles mit Bargeld bezahlen und die Quittungen aufheben oder alles mit der Karte bezahlen und nachträglich eintragen. Wichtig ist, dass du es ab und zu für eine Zeit machst. Es werden überraschende Kosten auftauchen!

Ein Teil dieses Fehlers mit Finanzen ist auch, dass verschiedene Finanzprodukte abgeschlossen werden und man den Überblick verliert. Dies kann schnell passieren, besonders wenn man Verpflichtungen eingeht. Deshalb musst du die Verträge, die du eingehst, auch immer verstehen. Womit wir beim nächsten der 7 Fehler mit Finanzen sind.

5. Verträge abschliessen, die du nicht verstehst

Verstehe genau, worauf du dich einlässt und was für langfristige Folgen ein Vertrag hat. Es gibt im Finanzbereich ein richtiger Dschungel an Angeboten und Bedingungen. Das kann sehr verwirrend sein und schnell zu einem der 7 Fehler mit Finanzen führen. Wenn du etwas nicht verstehst, frag solange nach, bis es dir verständlich erklärt wird. Sei nicht scheu und lass dich nicht unterkriegen, wenn dir mit vielen Fachbegriffen geantwortet wird. Ist eine Fachperson nicht fähig, es dir in einfachen Worten zu erklären, ist das Produkt oder das Unternehmen wahrscheinlich nichts für dich.

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6. Preise nicht vergleichen

Preise vergleichen ist das A und O. Es ist zwar etwas Aufwand aber du kannst sehr viel Geld sparen. Banken, Versicherungen und Abos sind typische Dinge, bei denen wir aus Bequemlichkeit zu viel bezahlen. Wir Schweizer:innen gelten als wechselfaul. Das wissen auch die Unternehmen und kassieren bei ihren bestehenden Kund:innen schön ab.

Es gibt viele verschiedene Vergleichsportale, die du nutzen kannst. Hinterfrage auch, ob du gewisse Dienstleistungen überhaupt noch nutzt. Als letztes kannst du etwas Zeit investieren und den Markt erforschen. Oft brauchen wir nicht den Ferrari und es gäbe auch noch einen VW vom gleichen Unternehmen. Nur bieten sie diese günstigere Option natürlich nicht direkt an.

7. Sparen statt investieren

Dein hart erarbeitetes Geld verliert auf dem Sparkonto laufend an Wert. Inflation und Gebühren führen dazu, dass du dir immer weniger kaufen kannst. Deswegen wird Investieren in Aktien, ETFs und andere Anlagen immer beliebter.

Spare einen Notgroschen an, der aufs Sparkonto gehört. Den Rest deines Vermögens kannst du cleverer verwalten und das Geld für dich arbeiten lassen. Das heisst, dass du vom Zinseszins-Effekt profitierst. Dies ist mit etwas Finanzwissen gut umsetzbar und so umgehst du einen der 7 Fehler mit Finanzen langfristig. Denn die Früchte des Zinseszins-Effekts erntest du erst später. Es braucht etwas Geduld aber lohnt sich definitiv mehr als das Sparkonto.